Angebotsübersicht 2022

ZEITUNG AM SONNTAG KREISRUND Aktuelle Informationen aus dem Kreis Düren BILANZ In den vergangenen 15 Monaten drehte sich im Gesundheitsamt des Kreises alles um die Corona-Pandemie. Seite 05 RADERLEBNIS Der RurUfer-Radweg ist in Teilen neu gestaltet worden. Er bietet viele Informationen und schöne Rastplätze. Seite 02 FIRMENBESUCH Zu Gast bei der Eßer Office Group. Modernes Unternehmen mit mehr als 100-jähriger Tradition. Seite 04 Ausgabe Juli 2021 nun ist die erste Hälfte des Jahres 2021 schon wieder vorbei und die Sommerferien stehen unmittelbar vor dem Start. Ist das ein guter Moment, eben innezuhalten und eine kurze Bilanz zu ziehen? Ja, ist es. Das alles beherrschende Thema war: Corona. Aktuell haben wir im Kreis Düren wie andernorts auch eine sehr günstige Entwicklung. Wenn wir weiter vorsichtig und umsichtig bleiben, steht einem guten Sommer nichts im Wege. Die Maßnahmen haben gewirkt und vor allem sind wir mit dem Impfen im Kreis Düren gut vorangekommen. Aktuell sind rund 100.000 Menschen im Kreisgebiet vollständig geimpft – das kann sich wahrlich sehen lassen. Und so langsam kommt unser gewohntes Alltagsleben wieder auf Trab. Da passt es wunderbar, dass der RurUfer-Radweg, einer unserer touristischen Aushängeschilder, neu gestaltet und vor wenigen Tagen eröffnet wurde. Die mehr als vier Millionen Euro, die über Zuschüsse des Landes NRW investiert wurden, werden eine hervorragende Rendite bringen. Der Radweg, der zu den schönsten in Deutschland zählt, bietet nicht nur die Möglichkeit, entspannt zu radeln, sondern auch Geschichte und Geschichten rechts und links des Weges zu erleben. 19 Rast- und Erlebnispunkte informieren über die Historie und Attraktionen in der Region – ein gut durchdachtes Konzept, in das auch die Gastronomie und Hotellerie eingebunden ist. Radfahren macht hungrig und durstig – und wenn man sich für die gesamte Strecke genügend Zeit nimmt, empfiehlt sich eine Übernachtung hier bei uns im Kreis Düren. Das gilt auch für die vielen angehenden Führungskräfte der Feuerwehr, die ab sofort in Kreuzau-Stockheim ausgebildet werden. In kurzer Zeit ist ein Schulungs- und Trainingszentrum des Instituts der Feuerwehr, kurz IdF, entstanden, das eine weitere Bereicherung für den Kreis Düren darstellt. Damit ist eine Lücke geschlossen, da Feuerwehrführungskräfte bisher nur in Münster ausgebildet werden konnten. Nun also auch im Süden des Landes. Wenn man so will, ist der Kreis Düren wieder ein Stück gewachsen, was ja auch unser erklärtes Ziel ist. Wachsen wollen und werden wir quantitativ und qualitativ. Bis 2025 soll die Einwohnerzahl um rund 30.000 steigen, das ist die eine Seite der Medaille. Die andere: Es geht um nachhaltiges Wachstum, das zum Beispiel sehr auf den Klimaschutz achtet. Auch da verfolgen wir im Kreis wichtige Ziele: Bis 2035 soll der Kreis Düren klimaneutral sein, unsere Verwaltung bis 2025. Deshalb werden wir den Zug- und Busverkehr so schnell es geht auf Elektromobilität umstellen. Die ersten fünf Wasserstoffbusse kommen bereits im Dezember und Januar zum Einsatz. Dann ist auch die zweite Hälfte des Jahres 2021 vorbei. Bis dahin wird noch eine Menge geschehen. Hoffen und arbeiten wir gemeinsam daran, dass in den nächsten Monaten Corona nicht mehr eine so beherrschende Rolle einnimmt und für uns alle unser gewohntes Alltagsleben mehr und mehr zurückkehrt. In diesem Sinne aber erst einmal schöne Ferien und einen guten, gesunden Sommer wünscht, Herzlichst, Ihr Landrat Wolfgang Spelthahn Liebe Leserinnen und Leser, Landrat Wolfgang Spelthahn FOTO: DIETER JACOBI Es ist kein Geheimnis, dass hinter der Gastronomie und Hotellerie im Kreis Düren ein schweres Jahr liegt. Die Phasen des Lockdowns haben die touristische Entwicklung praktisch zum Stillstand gebracht, da auch viele Einrichtungen wie Museen, Freizeitanlagen, Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten nicht oder nur mit großen Einschränkungen besucht werden konnten. Während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 herrschte daher zunächst eine große Verunsicherung bei den Beherbergungsund Gastronomiebetrieben. Doch es gab Hoffnung. Die Wirtschaftsförderung des Kreises Düren, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WIN.DN sowie der Rureifel-Tourismus e.V. standen den Betrieben beratend zur Seite. Mit Hilfe von Newslettern wurden die Verordnungen erklärt, Hilfestellungen gegeben und über Hilfsprogramme und Förderungen informiert. Der indeland Tourismus e.V. initiierte die Websitewww.indeland.helpund appellierte an Gäste und an die einheimische Bevölkerung, Gutscheine für ihre Lieblingslocation zu kaufen und einzulösen, wenn diese wieder geöffnet ist. Des Weiteren haben sich einige Betriebe in der Zeit neu organisiert oder umstrukturiert. Auch Renovierungsarbeiten wurden ausgeführt. „Einige Hotels haben die belegungsfreie Zeit genutzt, um Zimmer oder ihr Interieur auf Vordermann zu bringen”, sagt René Wißgott, Geschäftsführer Rureifel Tourismus. Er weiß auch, dass manche Betriebe die Außenbereiche verändert haben. So wurden Terrassen vergrößert und neue Zugänge geschaffen, um künftig Abstände besser wahren oder Einbahnstraßensysteme beibehalten zu können. Campingplätze hätten teilweise ihre Anmeldesysteme erneuert und auch kreative Ideen wie „Wohnmobil-Dinner” seien entstanden. Wieder andere hätten ein Außer-Haus-Geschäft aufgebaut und neue Speisen angeboten. „Manche werden das sicher beibehalten”, sagt Wißgott. „Auf jeden Fall waren viele Betriebe in der Zeit sehr emsig.” Das bestätigt auch Sabine Spohrer von indeland Tourismus e.V. „Ganze Innenhöfe und Säle wurden renoviert, Böden neu verlegt, Zimmer allergikerfreundlich gestaltet. Aber auch Online-Shops sind entstanden und Social-Media-Auftritte gewachsen.” Indeland Tourismus e.V. hat zudem die Zeit genutzt, um das neue Magazin i n d e - land-erleben herauszubringen. Während Gastronomie und Beherbergung herunterfahren mussten, kam es gleichzeitig zu einem deutlich erhöhten Besucheraufkommen auf den Rad- und Wanderwegen der Region, was sich sowohl an den Nachfragen nach Rad- und Wandertouren als auch an den teils überfüllten Wanderparkplätzen zeigte. Grundsätzlich ein erfreulicher Trend, wenngleich nur ausgeschilderte und extra ausgewiesene Routen verwendet werden sollten, um Flora und Fauna zu schützen.Ausnahmezustände gab es vor allem an den Hotspots wie beispielsweise an und um die Stauseen und im Wilden Kermeter im Nationalpark Eifel. Begleitete Stadt-, Wander- und Naturführungen mussten in der Zeit des Lockdowns komplett eingestellt werden. Diese Zeiten ändern sich allerdings gerade wieder. Die Branche kann durchatmen, unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen und Menschen in ihren Räumlichkeiten willkommen heißen. Nichtsdestotrotz dürfen die Wander- und Radwege gerne auch in Zukunft rege genutzt werden. Als weiteren Anreiz hat der Kreis Düren in Kooperation mit dem Kompass-Verlag eine neue faltbare Karte zum Radverkehrsnetz im Kreis Düren rausgebracht. Diese kann kostenfrei im Amt für Kreisentwicklung und Wirtschaftsförderung bei Leon Luis Stoppelkamp per E-Mail an l.l.stoppelkamp@ kreis-dueren angefragt oder gleich an der Information im Kreishaus Düren, Bismarckstr. 16, abgeholt werden. Renovieren, strukturieren, organisieren Während der Pandemie hat der Tourismus im Kreis Düren gelitten. Die ungeplante Zwangspause wurde jedoch von vielen Betrieben sinnvoll genutzt. Da die touristischen Angebote während der Pandemie stark heruntergefahren werden mussten, wichen viele Besucher auf Wanderungen und Radtouren aus. FOTO: DENNIS STRATMANN/GRÜNMETROPOLE E.V IM WANDEL Hinter Gastronomie und Hotellerie liegen schwere Zeiten. Nun füllen sich die zuletzt leeren Plätze wieder. FOTO: DENNIS STRATMANN Denkmal saniert Grabmal von Peter Joseph Schings erstrahlt in neuem Glanz Ehrenamtsabend Emotionale Laudationen und Ehrenamtliche mit Herzblut „Pinnwand“ Neue Rubrik im Stadtmagazin: Wichtiges kurz und knapp Info-Magazin der Stadt Würselen Ein Produkt aus dem Anzeigen-Sonderveröffentlichung HÜCKELHOVEN erleben Ein Produkt aus dem 29.03.2020 Fotos (3): Günther von Fricken Marc Breuer hat in Brachelen ein „Heimspiel“. Hastenraths Will zum Jahr „50 plus 1“ in Hückelhoven. Gertrudis Coerrenzig erklärt den Besuchern die „Kollenie“. Foto: Baum-voila REVOLVERHELD UND QUERBEAT KOMMEN IM SOMMER NACH HÜCKELHOVEN SOMMERMUSIKSCHACHT 3: Inhaltliche Vielfalt für vielfältige Zielgruppen www.supersonnntag.de | Dresdener Straße 3 | Aachen Von Muttertag über Sport bis Sterntaler Bei der Werbegemeinschaft Hückelhoven laufen die Vorbereitungen zu den Events 2020 auf Hochtouren. Bei der Aktion„Schnäppchen statt Knöllchen“ durften sich die Kunden nicht nur über attraktive Angebote in den Geschäften freuen, sondern es gab für sie in den Mitgliedsgeschäften Parkscheiben als kleines Geschenk. „Mit dieser Aktion wollten wir nochmals auf das kostenfreie, geschäftsnahe Parken in unserer Innenstadt hinweisen“, erläutert Geschäftsführer Ralf Sester. Zu den bewährten Veranstaltungsangeboten der Werbegemeinschaft gehört vom 2. bis 9. Mai eine Muttertags-Aktion: Hierbei geht es um die Verteilung von Schokoladenherzen. Beim Beachvolleyball-Turnier am 20. Mai kämpfen die Mitglieder zwar in eigenen Mannschaften um den Sieg, wer die Teams aber anfeuern möchte, ist natürlich ein gern gesehener Gast. Gemeinsam mit den Kunden in die Pedale strampeln die Geschäftsleute am 2. August bei der „Tour de Rur“, die wiederum mit einer gemeinsamen Feier endet. Wie immer bleibt die Strecke ein Geheimnis der Organisatoren und wird im Vorfeld nicht verraten. Verkaufsoffene Sonntage finden am 6. September im Rahmen des City-Festes und am 18. Oktober anlässlich von Herbstkirmes und Kindertrödelmarkt sowie am 6. Dezember zum Weihnachtsmarkt statt. Sportlich geht es beim elften WEP-Strom-Lauf zu, den die Werbegemeinschaft am 20. September unter Schirmherrschaft des aus der Region stammenden Bundestagsabgeordneten Wilfried Oellers veranstaltet. Das Wettkampfangebot reicht von Zehn-Kilometer-Lauf, Halbmarathon und Marathon über Eltern-Kind-Lauf, Bambini, Jugendläufe, 5km, Spaßstaffel und Firmenstaffel. Dieses Jahr sind die Läufe wieder in den „Rur-Eifel-Cup“ aufgenommen worden. Alle Läufe bis einschließlich des Zehn-Kilometer-Laufes, werden in der Hückelhovener Innenstadt ausgetragen. Halbmarathon und Marathon werden auf der Route entlang der Rur und dem Doverner Wald gelaufen. Auf dieser schönen und abwechslungsreichen Strecke erleben die Teilnehmer den Reichtum der natürlichen Landschaft mit idyllischem Flusstal, malerischen Feldern und schattigen Buchenwäldern rund um Hückelhoven. Der Rathausvorplatz wird das Zentrum des WEP-Laufes. Start und Zielbereich, Wettkampfbüro und die Aktionsstände der Sponsoren sowie die Aktionsbühne werden dort zu finden sein. Im Zielbereich gibt es ein attraktives Rahmenprogramm. Es werden Musikund Tanzvorführung, Siegerehrungen, Interviews mit den Sportlern und Sponsoren, die Bewegungskampagne der AOK und vieles andere zu sehen sein. Auf der Aktionsbühne wird in den Laufpausen das Fitnesscenter Flow Sportsclub das südamerikanische Fitnesskonzept Zumba vorstellen. Mit lateinamerikanischer Musik wird das Fett zum Schmelzen gebracht und dem Körper etwas Gutes getan. Wer Lust auf Sport in der Gruppe und sommerliche Laune jenseits des Alttagestrotts hat, ist bestens beim Zumba aufgehoben. Der zweite Programmpunkt dieses Jahr ist Jumping. Bei diesem Training wird mithilfe eines Trampolins der ganze Körper trainiert. Das Ganzkörper-Workout mit hohem Spaßfaktor aktiviert mehr als 400 Muskeln und treibt die Fettverbrennung in die Höhe. Die Startzeiten sind um 9 Uhr (Marathon), 10 Uhr (Halbmarathon und Zehn-Kilometer-Walking), 10.30 Uhr (Eltern-Kind-Lauf), 10.45 Uhr (Bambini-Lauf), 11 Uhr (Fünf-Kilometer-Lauf), 11.50 Uhr (U10-Lauf), 12.10 Uhr (U12-Lauf), 12.25 Uhr (U14/16-Lauf), 12.40 Uhr (Zehn-Kilometer-Lauf), 14.10 Uhr (Spaßstaffel) und 14.30 Uhr (Firmenstaffel). Bereits zum elften Mal steht die WEP Wärme-, Energie- und Prozesstechnik GmbH mit Sitz in Hückelhoven als Titelsponsor dem Sportevent zur Seite und gestaltet es mit. Der Slogan „Der Strom für Hückelhoven“zeigt den Anspruch und die Verantwortung für die Menschen in unserer Region. „Der WEP-Lauf gibt uns die Möglichkeit, die Hückelhovener und ihre Gäste zu einem abwechslungsreichen Event für die ganze Familie einzuladen, mit ihnen sportliche Highlights zu erleben und gleichzeitig den Sport in der Region zu fördern“, erläutert Christoph Langel, Geschäftsführer der WEP GmbH. Zusammen bilden die Werbegemeinschaft Hückelhoven und der TuS Jahn Hilfarth ein starkes Team, die den Lauf schon seit Monaten vorbereiten. Der TuS Jahn Hilfarth feiert dieses Jahr mit vielen Aktionen seinen 100. Geburtstag und wird beim WEP-Lauf noch einige Aktionen veranstalten. Onlineanmeldung und alle Infos unter www. wep-lauf.de. Am 6. November startet die diesjährige Sterntaler-Aktion, die ihren Höhepunkt einmal mehr beim Weihnachtsmarkt erlebt. Abgerundet wird das umfangreiche Programm am 16. Dezember mit der Spendenaktion unter dem Motto „Werbegemeinschaft mit Herz“. Auch in diesem Jahr soll die Tafel in den Genuss von Weihnachtspäckchen für ihre Kunden kommen. Der Veranstaltungsreigen der Werbegemeinschaft Hückelhoven endet mit dem sogenannten Bratenlauf am 26. Dezember. (fr) Die Werbegemeinschaft Hückelhoven hat sich für 2020 eine Menge vorgenommen BeimWeihnachtsmarkt ist die Werbegemeinschaft dabei. Foto: Günther von Fricken Der WEP-Lauf ist ein Highlight im Hückelhovener Jahreskalender. Foto: privat Mit demVerteilen von Parkscheiben (im Bild l. der Werbegemeinschaftsvorsitzende Ralf Sester), macht der Hückelhovener Handel auf die kostenfreien Parkplätze in der City aufmerksam. Foto: Günther von Fricken Seit rund zehn Jahren werden in Hückelhoven in Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Erkelenzer Lande, Arbeitskreis Hückelhoven, Stadtführungen angeboten. So gibt es die „Nachtwächter-Tour“, geführt von Gerda Boisten, sowie unter der Leitung von Gertrudis Coerrenzig die „Kollenie-Tour“ sowie die „Straßennamen der Kollenie und ihre Bedeutung“. Weitere Führungen sind aktuell in Arbeit. Während die „Nachtwächter-Tour“ vom Leben im Dorf Hückelhoven bis circa 1900 erzählt, widmet sich Gertrudis Coerrenzig der Entwicklung der sogenannten Kollenie. „‚Kollenie’“, sagt sie, „ist die mundartlich geprägte Lautform des Wortes ‚Kolonie’“. Coerrenzig selber ist als Kind in der elterlichen Bäckerei in Hückelhoven aufgewachsen und damit in der „Kollenie“, der Bergmannssiedlung im oberen Teil Hückelhovens, groß geworden. „Mein Vater hatte zudem viele alte Fotos, sodass ich auf die Idee kam, eine solche Tour zusammenzustellen. Geschichtlich gesehen ist das die ideale Ergänzung zur Tour von Gerda Boisten“, betont die „Kollenie“-Führerin, die die Stadt und das Lebensgefühl in Hückelhoven kennt und so ihr Wissen authentisch vermitteln kann. Ihre „Kollenie-Tour“, die den Untertitel „Geschichte und Geschichten“ trägt, erzählt vom Aufschwung des Dorfes mit circa 700 Einwohnern im Jahr 1910 (mit schwindender Tendenz) durch die Entdeckung der Kohle. Der Ausdauer Friedrich Honigmanns ist es zu verdanken, dass man trotz aller Unkenrufe nach circa 30-jähriger Arbeit und vielen Bohrungen fündig wurde. Durch die Entdeckung der Kohle kamen die Arbeiter und ihre Familien. Sie brauchten Unterkünfte und Möglichkeiten der Versorgung. Es entstand der obere Teil Hückelhovens, die „Kollenie“. Die Bergarbeitersiedlung wurde gebaut nach den Plänen von Emil Emanuel Strasser, ein Verfechter der modernen, effektiven Baukunst. Aus England kam die Idee der Gartenstadt, ein ursprünglich vom Briten Ebenezer Howard im Jahre 1898 entworfenes Modell der planmäßigen Stadtentwicklung mit Möglichkeiten der Selbstversorgung. Dieser Idee schloss Strasser sich an. Nach und nach siedelten sich Kaufleute an. Eine Kirche von Bergarbeitern und für Bergarbeiter wurde gebaut. Die Besitzer des Bergwerks sorgten auch in sozialer Hinsicht für ihre Arbeiter. Es gab Kindergärten, einen Werksarzt, und die Bergkapelle wurde gegründet. Später wurden Urlaubsreisen für die Arbeiter und ihre Familien durchgeführt und Weihnachtsfeiern organisiert. Die sportlichen Aktivitäten kamen, in Form von Boxclubs, Taubensport oder später auch Tennis, auch nicht zu kurz. Das alles wird während der „Kollenie-Tour“ ausführlich besprochen und endet mit der Ära der Steinkohle. Die Tour beginnt am Barbarastollen im Schatten des Förderturms – wo in einem Museum Maschinen, Fördergeräte, Grubenlokomotiven und vieles mehr aus der Zechenzeit zu sehen sind – über die Sophiastraße zum Friedrichplatz. Dort passiert man die ersten Siedlungshäuser und wendet sich zur Mokwastraße, wo eine weitere Reihenhausvariante aus der Anfangsphase des Siedlungsbaus zu erkennen ist. Eine kleine Treppenstiege führt hinauf zur Kirche St. Barbara, über deren zentrale Rolle in der Geschichte des Bergbaus einiges zu hören ist. Die Ausschachtung zum Bau von St. Barbara erledigten die die Bergleute, um den Bau kümmerte sich ein Bauunternhmen aus Hückelhoven. Weiter geht es über die Loerbrockstraße zum Wasserturm, der ursprünglich für die Versorgung des gesamten Stadtgebietes geplant war. Heute steht das fensterlose Bauwerk unter Denkmalschutz. Nach einem kurzen Infostopp hören die Teilnehmer der Führung von den ersten Geschäftsleuten der ehemaligen Hansberger Straße und heutigen Mokwastraße. Das Gästehaus von Sophia Jacoba erzählt vom früheren Glanz der Bergbaugesellschaft. Die Parkhofstraße führt zum Rathaus ins Zentrum der Stadt, wo die rund 90-minütige Tour endet. „Heute ist Hückelhoven eine Stadt mit circa 40.000 Einwohnern inklusive der umliegenden Dörfer und hat sich gewandelt vom Dorf zum Industriestandpunkt bis zur heutigen Einkaufsstadt, doch es gibt eine Menge aus der Geschichte zu erzählen“, freut sich Coerrenzig auf viele Interessenten bei der nächsten Tour. Leider musste die April-Tour abgesagt werden, ein neuer Termin ist für den Oktober geplant. Im August (der Termin steht noch nicht fest) gibt es einen Spaziergang zur „schlafenden Schönen, die Millicher Halde“. (fr) Seite 3 Bei „Kollenietour“ die Heimat kennenlernen Gertrudis Coerrenzig vermittelt Wissen authentisch. Foto: Günther von Fricken Gertrudis Coerrenzig bietet interessante Führungen an. Am Besucherbergwerk gibt es viel zu sehen. Foto: Günther von Fricken Gut in Preis und Leistung Fahrzeugtechnik 10JAHRE Alle KFZ-Marken, eineWerkstatt. Tel. 02433/5410 • Ernst-Reuter-Str. 42a • Ratheim www.2k-fahrzeugtechnik.de Lokal lesen Eine Vielfalt redaktioneller Werbeumfelder und regelmäßig erscheinender Sonderveröffentlichungen ermöglicht Ihnen die themengenaue Ansprache Ihrer relevanten Zielgruppen. So erreichen Sie zum Beispiel sportbegeisterte Jugendliche ebenso wie die modeaffine Frau, den an Körperpflegeprodukten interessierten Mann oder den anspruchsvollen Gourmet im Seniorenalter. Eines haben alle gemeinsam: Sie sind in der Region beheimatet. Relevant in Stadt und Land Gemeinsam mit Städten und Gemeinden realisieren wir Imagebroschüren, die in regelmäßigen Abständen erscheinen. Die Verteilung dieser Sonderprodukte kann haushaltsabdeckend oder selektiv in Sonderauflagen erfolgen.

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